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Die Problematik von postinflammatorischen Pigmentierungen nach dermatologischen Behandlungen ist ein nicht selten auftretendes Ärgernis.

Die Steigerung der Melaninproduktion in der Haut wird von vielen Faktoren beeinflusst.

 

  • Eine wichtige Rolle spielt die hormonelle Konstellation des Patienten und erklärt das häufigere Auftreten von Melasma bei weiblichem Geschlecht.
  • Bei dunkleren oder asiatischen Hauttypen ist die Neigung, mit einer verstärkten Pigmentierung zu reagieren sehr hoch.
  • Eine weitere Ursache sind Entzündungen der Haut, wie bei Akne, die auch eine lokalisierte Pigmentierung auslösen können.
  • Einer der wichtigsten Faktoren, die eine Pigmentierung ( als eine Schutzreaktion) auslösen, ist die UV-Strahlung (Sonne). Künstliches Licht, insbesondere Bildschirm- Licht wurde neuerdings auch als Verursacher der Hautpigmentierungen identifiziert . Das künstliche Licht wird als HEV-Licht (high-energy visible light), also als hochenergetisches sichtbares Licht bezeichnet. Es handelt sich um blaues Licht, das im Lichtspektrum direkt neben der UV-Strahlung liegt.
  • Bei ausgeprägter Neigung zu Pigmentierungen, können ästhetische oder medizinische Behandlungen Pigmentierungen (PIH) auslösen.
    Laserbehandlungen die lichtbasiert sind, stimulieren die Melanozyten während der Behandlung durch die Lichteinwirkung. Die thermische Gewebeschädigung löst eine zusätzliche Abwehrreaktion aus. Je stärker die Neigung zu Pigmentierungen vorhanden ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer PIH.

Das PlexR® Plasma ionisiert die umgebende Luft und erzeugt ein für die Hautbehandlung optimiertes physikalisches Plasma. Im Wesentlichen wirken die ionisierten Moleküle, bzw. Atome aus der Plasmawolke auf die Haut. Das PlexR® – Plasma gibt auch Licht (sichtbares, sowie UV Licht) ab, aber mit geringer Intensität, welches für die Induktion von Pigmentierungen nicht relevant ist.
Auch nach Plasma Behandlungen können Pigmentierungen (PIH) auftreten. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit eine Pigmentierung  zu induzieren, von einigen Faktoren abhängig:
1. Die echte Plasmatechnologie
Seit mehr als 10 Jahren wurde die PlexR® Plasma Technologie entwickelt und seitdem immer weiter perfektioniert. PlexR verwendet das Phänomen der dielektrischen Barriereentladung, um die Luft zu ionisieren. Die erzeugte Plasmawolke ist für Gewebeablationen optimiert. Außerdem penetriert eine Vielzahl von geladenen Partikeln die Haut und erreicht tiefere Hautschichten. Diese intrinsische,- PlexR® induzierte Plasmawirkung hat eine komplexe, aber überwiegend positive Wirkung.

Das PlexR® Plasma induziert:

  • Kollagen Shrinking  – die Gewebestraffung entsteht sofort, während der Behandlung
  • Förderung der Vaskularisation
  • Förderung der Fibroblasten Mitose in der Dermis
  • Beschleunigt die Wundheilung

 

Die Verwendung von echtem Plasma, wie im Falle des PlexR®, ist entscheidend für eine optimale Wirkung und für die Vermeidung von PIH.

Andere Geräte erzeugen einen ähnlich aussehenden Funken durch eine einfache elektrische Entladung. Diese Technik ist einfacher herzustellen, aber sie induziert einen Elektronenfluss durch die Haut, und führt dadurch zu einer starken thermischen Schädigung der Gewebe. Der Stromfluss durch die Haut verursacht eine hohe Schmerzentwicklung und führt zu einem  höheren Risiko für Narbenbildung. Auch führt diese Stromeinwirkung zu einer verzögerten Heilung. Aufgrund der dermalen Schädigung steigt auch das Risiko für postinflammatorische Pigmentierungen.
Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit der PlexR® Behandlung, haben wir ein aus unserer Sicht optimales Pflegeprotokoll entwickelt. Seit Jahren hat sich unser Protokoll bewährt und die Anwender haben die besten Erfahrungen damit gemacht. Neben Octenisept zum desinfizieren und der Verwendung einer fettfreien Seife, sollte der Patient eine bestimmte Creme mit einer dreifachen Wirkung verwenden. Diese Creme (Dermaheal CC Cream) hat folgende Eigenschaften:

  1. Hat eine beruhigende Wirkung auf der frisch behandelten Haut. Es brennt nicht und fühlt sich nach dem Auftragen angenehm und leicht kühlend an.
  2. Es unterstützt die Heilung durch die enthaltenen biomimetischen Peptide.
  3. Enthält LSF für UVA- und UVB -Licht.

 

Dermaheal CC Cream enthält kein Fett und ist sehr gut verträglich. 

Die Verwendung der Dermaheal CC Creme sichert eine unproblematische Heilung und verhindert das Auftreten von Pigmentierungen.

Die geringe Invasivität, die Präzision und die Wirkungsweise des PlexR® induziert keine PIH. Die konsequente Verwendung der Dermaheal Creme verhindert das Auftreten einer PIH in der Abheilungsphase. Aus diesem Grund werden die PlexR Behandlungen auch im Sommer, auch in sonnigeren Gegenden wie Italien, Griechenland, Spanien, Südafrika oder Südamerika vorgenommen.

 

Sollte dennoch wider Erwarten eine Pigmentierung auftreten, kann diese,-ebenfalls mit dem PlexR®-, leicht entfernt werden. Aus Erfahrung tritt die PIH nach einer PlexR®-Behandlung nur dann auf, wenn der Patient nicht konsequent oder zu dünn  die empfohlene Creme aufträgt.
Im Falle einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung kann eine depigmentierende Behandlung wie zB. die Nunii Methode ( siehe Link), die störende Pigmentierung schnell entfernen. 

Wenn die PIH für den Patienten nicht störend ist, ist einfach Abwarten auch eine Option. Aus Erfahrung bildet sich die PIH auch ohne Behandlung, spontan innerhalb von 2-3 Monaten zurück. 

 

Die Verwendung des PlexR® und die Einhaltung des empfohlenen Pflege Protokolls ermöglichen eine sichere und effektive Verwendung des Gerätes für ästhetische und medizinische Indikationen. Die PlexR® Anwendung ist eine Bereicherung für die ästhetische bzw. dermatologische Praxis, wobei die postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH) keine Einschränkung bedeutet.

 

Ein eindrucksvolles Beispiel einer Narbenbehandlung mit dem PlexR® bei Hauttyp VI, bei einer Patientin aus Südafrika. Neben der sehr guten Wirksamkeit der Behandlung, führte es zu  keiner Pigmentierung. 

 

Literatur

  1. Dielectric barrier discharges: progress on plasmasources and on the understanding of regimes and single filaments, Ronny Brandenburg 2017 Plasma Sources Sci. Technol.26 053001
  2. Skin renewal activity of non-thermal plasma through the activation of β-catenin in keratinocytes , J.H. Choi, et. al Scientific reports 7, 6146 (2017)